Internes Strategiepapier: Atomlobby plante Wahlkampf minutiös
Eine Liste mit vermeintlich wohlgesinnten Journalisten, Argumentationshilfe für Union und FDP, eine U-Boot-Strategie für die SPD: Die Atomlobby hat den Wahlkampf bis ins Detail vorbereitet - um ihn aktiv zu steuern. Das belegt ein internes Strategiepapier, das SPIEGEL ONLINE vorliegt.
...das SPIEGEL ONLINE vorliegt. Nur leider hat SPIEGEL ONLINE vergessen zu erwähnen, dass Greenpeace es bereits gestern veröffentlicht hat. Qualitätsjournalismus von heute. Schade, bei so einem brisanten Thema, wo selbst die Presse unterwandert werden soll. Selbstverleugnung pur. SpOn weiter:
Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Version dieses Textes wurden die Namen der Journalisten veröffentlicht. Aufgrund von Bedenken einiger Betroffener wurde diese Übersicht entfernt.
Aus dem Papier:
Auch die Medienberichterstattung spiegelt den polarisierenden politischen Diskussionsverlauf wieder. Eine Betrachtung der Energie-Journalsten der deutschen Leitmedien verdeutlicht dies. Ledigkich die Welt nimmt mit Daniel Wetzel als schwarz-grünem Redakteur eine vermittelnde Position zwischen den Lagern wahr. Der Spiegel festigt mit seinem allseits kritisch-provokanten Kurs den großkoalitionären Status-quo. Interessant auch die FTD, die mit Timm Krägenow und Olaf Preuß [...] zwei ausgewiesene ökoliberale auf das Thema Energie angesetzt hat.


Auf Seite 92:
Titel: Energiewende in der Blogosphäre
Zielgruppe: die Junge Generation der Nicht-Gorleben-Sozialisierten
Ziel: Verankerung tragender Argumentationslinien in den klimabewegten, aber weniger kernenergiefokussierten Nutzergruppen
Beschreibung: Beginnend mit einer Bestandsaufnahme relevanter Blogs werden Argumente pro Kernenergie in den Webdiskurs eingespeist. Für die Bestandsaufnahmesind die sechs Argumentationslinie Angst, Hoffnung, Unabhängigkeit, Innovation, Kosten, Risiko maßgebliche Filter.
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