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Die Unendlichkeit des Seins 
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F!XMBR

 

Das mit den Linktipps

Wir haben auf F!XMBR früher Linktipps zusammengefasst, später hier auf lallus.net, auf from hades dann einzelnen Linktipps mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Das wird auch so bleiben. Dazu kam die persönliche Note, wie auch bei Olivers akephalos oder neu - diem perdidi. Das ist und war eine passende Aufteilung. Nur geht bei mir oftmals auch der ein oder andere Link unter. Las ich einen spannenden Text, wurde der erst einmal im Firefox unter Unsortierte Lesezeichen abgespeichert. Wenn dann Zeit war, habe ich sie in einem Artikel auf F!XMBR oder hier als Linktipp veröffentlicht. Jedoch nicht alle Links. Manchmal war der Link nach einem Tag wieder überholt, es gab einen aktuelleren Artikel - oder es waren zu viele, dass ich aussortiert habe. Zukünftig gibt es noch eine weitere Möglichkeit, meinen Lesetipps zu folgen: Mister Wong. Ich werde mal schauen, dass die interessanten Artikel nicht mehr im Firefox abgespeichert werden, sondern eben zeitnah, wenn ich sie gerade lese, bei Mister Wong. Wer also Interesse hat, kann nebenan meinen Linktipps folgen.

Chris97 @ Mister Wong
Chris97 @ Mister Wong RSS

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Original & Fälschung

Original & Fälschung

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In eigener Sache: Moderationsrichtlinien

Ein Standardreflex bei Autoren gelöschter Kommentare ist der Vorwurf der Zensur oder der Unterdrückung der Meinungsfreiheit. Dieser Vorwurf geht ins Leere. Zensieren kann nur der Staat, ein Blogger kann per definitionem nicht zensieren. Er hat das Hausrecht und kann nach eigenem Gutdünken entscheiden, wer bei ihm was sagen darf und wer nicht. [...] Die Pflege eines Blogs funktioniert nach der “Broken-Windows-Theorie”. Wenn die Atmosphäre gesittet und anspruchsvoll ist, benehmen sich auch unbequeme Zeitgenossen meist gesittet. Wenn allerdings die ersten Trolle im Blog ihre Duftmarken setzen, dauert es nicht lange, bis andere Trolle folgen. Dann ist es allerdings bereits zu spät, hier moderierend einzugreifen. Ist die Kommunikationsplattform erst einmal gekapert, wird man die Trolle nie wieder los – Heise und SPON können wohl ein Lied davon singen. Um es gar nicht so weit kommen zu lassen, moderiere ich “präemptiv”, um das Trollproblem bereits zu beseitigen, bevor es erst richtig beginnt.

Weiterlesen beim Spiegelfechter

Jens fasst perfekt zusammen, wie wir es seit Jahren auch auf F!XMBR handhaben...

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Die Leere des Fortschritts

Nach dem SPD-Parteitag sind sich alle ganz sicher: Die Beschlüsse, die dort getroffen wurden, seien “rückwärtsgewandt” - allem voran die geplante Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Das sagt - klar! - der Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt, das findet natürlich auch der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, und die einschlägigen Medien plappern dies brav nach. Die gleiche Kritik kommt aber auch von links oder von aufgeklärter Seite: F!XMBR argumentiert so - und auch der Wolfgang Michal bei Carta.

Weiterlesen bei stilstand

Klaus hat da leider meinen Artikel auf F!XMBR falsch verstanden - vielleicht habe ich mich auch einfach falsch ausgedrückt. Mit der Headline SPD - Vorwärts in die Vergangenheit war mitnichten gemeint, dass die Beschlüsse der SPD rückwärtsgewandt sind. Es sollte als kleines Wortspiel dienen. Nach jedem Parteitag wird ein Aufbruch verkündet, vorwärts Genossen. Ich wollte damit eigentlich nur aussagen, dass es mit dem gewählten Personal keinen Aufbruch geben wird, sondern ein Zurück in die Vergangenheit, in Agenda-Zeiten. Das hat nur sekundär mit den Beschlüssen, wie zum Beispiel der Vermögenssteuer zutun - mal völlig abgesehen davon, ob ich der SPD noch ein Wort glaube oder nicht.

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F!XMBR und die Namensfindung

Ich wurde heute auf der Arbeit gefragt, wie wir zu dem Namen F!XMBR gekommen sind. Das ist eigentlich ganz einfach und schnell erklärt. Oliver und ich entschieden uns Ende 2005, mit einem Blog zu starten - die Zeit der Foren war mehr als vorbei und da wir bei unserem damaligen Projekt bis auf wenige Stammuser, -poster, die uns auch heute noch begleiten, sowieso die meisten Artikel/Threads veröffentlicht haben, lag ein Blog auf der Hand. Wir hatten diesbezüglich schon auf einer damaligen Subdomain ein wenig gespielt.

Wir hatten eigentlich bei jedem Projekt, welches wir gestartet haben, oder dabei waren, sehr gute Ideen was den Namen angeht. So mussten wir auch im Fall des Blogs unserem Ruf gerecht werden. Per Jabber, na gut, damals war es noch ICQ, verständigten wir uns schnell darauf, dass es ein kurzer und prägnanter Befehl aus der Computer-Welt sein sollte. Selbstverständlich mussten wir auch darauf achten, dass wir keine Markenrechte verletzen.

Und so diskutieren wir, probierten viele Dinge aus, bis auf einmal der Befehl fixmbr fiel. Da war uns schon klar - das ist es. Schnell die Markenrechte überprüft, bei der Denic geschaut - unseren Hoster kontaktiert, und so wurde fixmbr geboren. Stellte sich nur noch die Frage nach der Schreibweise, die ja nun auch etwas ungewöhnlich ist. Die Macher von Y!GG.de hatten ein Vorgängerprojekt, das nannte und schrieb sich: Th!nkNerd. Das war wirklich ein feines Projekt und wurde von uns gerne besucht - so kam es also zu dem Ausrufezeichen von F!XMBR. Im memoriam to Th!nkNerd. So erklärt sich dann auch unser erster Blog-Untertitel: nicht nur für Geeks und Nerds. fix [your] master boot record kam dann im Laufe der Zeit durch unsere politischen Artikel mit der Bitte um Quellenkritik und dem eigenen Denken, auch und gerade wenn F!XMBR gelesen wird.

Das ist die Gesichte rund um den Namen F!XMBR - kurz, prägnant, ein Befehl aus der Computer-Welt in memoriam an ein eingestelltes Projekt. Das ist die Historie, der Rest ist Geschichte. ;-)

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F!XMBR zu Gast bei Bauerfeind

Die gute Katrin Bauerfeind, die mit Ehrensenf Video-Podcasts in Deutschland etabliert hat, ist mittlerweile im TV angekommen - auf 3sat hat sie ihre eigene Sendung, die so heißt, wie sie selbst, Bauerfeind. In der aktuellen Sendung geht es um den Wahlkampf, und was das Netz daraus macht. Kurz zu sehen: F!XMBR und das Projekt Wahlkampf 09. :)

3sat Bauerfeind
Popkultur im Zeichen der Bundestagswahl. Politik aus einem anderen Blickwinkel.
Podcast

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Sehnsucht

Ich sehne mich nach dem 27. September. Dann hat dieser unsägliche Wahlkampf endlich ein Ende. Wenn Angela Merkel im Schlafwagen durch das Land zieht, Frank-Walter Steinmeier die Rolle als Prinz Valium in Spaceballs 2 angeboten bekommt, dann ist das aber nicht der Grund. Wir veröffentlichen auf F!XMBR ja nun seit Jahren den einen oder anderen politischen Artikel. Manchmal gibt es heftige Reaktionen und Diskussionen, manchmal passiert gar nichts - wie das mit dem Publizieren halt so ist. Business as usual.

Im Moment ist es fast gänzlich anders, und das nun schon seit Wochen. Egal, ob wir über die CDU schreiben, die SPD, Linke, Grünen oder FDP, noch schlimmer sind die Piraten, es fallen nichtssagende, unverschämte und beleidigende Kommentatoren über uns her, die teilweise platte Wahlkampfsprüche absondern, die eigene Blödheit wird in die Welt geschrien - der oft zitierte Deppenkommentar wird noch um ein Vielfaches unterboten. Dagegen sind unsere Damen und Herren Politiker, egal aus welchem Lager sie stammen, wahre Kommunikations- und Motivationskünstler.

Nur noch knapp vier Wochen, dann hört das endlich wieder auf. Hoffe ich zumindest. Das hat mit Demokratisierung nichts zu tun, ebenso wenig mit Politisierung - hier zeigt sich die ganze Volksverdummung im Web 2.0. Schwarmintelligenz kann man das nun wirklich nicht nennen, wenn die einen Parteisoldaten einen Artikel mit Gegenfragen beantwortet, die nichts mit dem Thema zu tun haben, die nächste Partei darauf hinweist, die anderen seien noch viel schlimmer und die nächsten uns persönlich angreifen. Bei vielen Kommentatoren geht es einzig und allein um Google, um auf gut verlinkten Seiten das Parteiprogramm zu hinterlassen. Widerlich.

Wir waren schon alles in den letzten Wochen. Hetzer und Blogger jeglicher Farbe, man hat uns schon jeder einzelnen Partei zugeordnet. Ist es eigentlich so schwer zu verstehen, dass es noch politisch unabhängige Publizisten gibt? Wie eng muss die Welt einiger Parteisoldaten sein, wie einfach gestrickt sind einige Menschen, wenn diese einzig nach dem Motto leben, bist Du nicht für uns, bist du gegen uns.

Das hat nichts mit politischer Diskussion zu tun. Das ist nicht das politische Erwachen des Web 2.0. Es sind kleine Parteisoldaten, die auf ein Pöstchen in der Zukunft hoffen oder unfähige PR-Agenturen. Ich bin froh und glücklich, dass wir seit langer Zeit keine IPs auf F!XMBR speichern, so komme ich auch nicht in die Versuchung, mal ein wenig zu forschen. Ich bin fest davon überzeugt, dass ich wöchentlich einen ähnlichen Artikel schreiben könnte.

Ich habe nichts gegen politische Diskussionen. Mein Lieblingsonkel sympathisiert mit der FDP. Und? Deswegen ist und bleibt er trotzdem ein ganz toller Mensch, auch wenn wir uns des Öfteren politisch streiten. Kündigungsschutz? Da fliegen Argumente und Inhalte zwischen einem Arbeitnehmer und einem Selbstständigen hin und her. Das geschieht aber auf Augenhöhe und hat weitaus höheren Wert als alles, was ich bisher an Diskussionen im Web erlebt habe. Letzte Woche erging es mir mit Nico Lumma ähnlich. Nico und ich haben ebenso (politsche) Differenzen, auch wenn wir beide im Herzen Sozialdemokraten sind. Er glaubt halt noch an die alte Tante SPD, ich nicht mehr. Deswegen sind wir trotzdem nicht übereinander hergefallen - auch wenn Nico vielleicht mehr Grund dazu gehabt hätte wie ich. ;-)

Politische Diskussionen in Deutschland sind nichts anderes als der gute, alte berühmt-berüchtigte Browser- oder OS-Flamewar. Ich bekomme ab und zu eine Mail, wieso ich so oft Michael Spreng verlinke, er sei doch CDU/CSU, konservativ und überhaupt. Ich muss nicht immer mit seinen Ansichten übereinstimmen, ähnlich verhält es sich im Übrigen mit den NachDenkSeiten, aber Spreng, Müller und Lieb, das ist ein Niveau, was nicht ein einziger Blogger in Deutschland erreicht. Von all den Kommentatoren völlig abgesehen. Und bevor Jemand aufschreit: Auch wir erreichen dieses Niveau nicht, sind wir oftmals doch einfach zu emotional und nicht pragmatisch genug. Zudem führen wir nur eine kleine Privatpublikation.

Die Medien, oft kritisiert und noch öfter belächelt, müssen sich um dieses Web 2.0 in Deutschland keine Sorgen machen. Da wächst keine Konkurrenz an, nicht einmal im Ansatz. Und für die viel zitierte Ergänzung fehlt Deutschlands Social Web noch eine Menge. Was war es doch für eine ruhige Welt, als es wenige politische Blogger in Deutschland gab, immer wieder die Frage gestellt wurde, wo denn die wirklich wichtigen (politischen) Fragen im Web diskutiert werden würden. Die Reaktionen auf Ursula von der Leyen, die Netzsperren und diesen Bundestagswahlkampf beweisen, man will es gar nicht wissen.

Manchmal denke ich mir, es wäre das beste die Kommentare komplett zu schließen. Doch dann würden mir unsere Stammleser fehlen, zu denen man schon seit Jahren Kontakt hat. Es wäre der falsche Ansatz, ihnen würde man dann auch die Tür zugeschlagen. So bleibt nur, noch vier Wochen durchzuhalten, unsere rigide Kommentarpolitik weiter durchzuziehen und den schlimmsten Sondermüll gemäß der F!XMBR'schen Konvention zu entsorgen. Manchmal ist es reiner Selbstschutz.

Deutschland ist netzpolitisch ein Entwicklungsland.
Nicht nur von den Damen und Herren der Politik her.

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Ego-Shooting

Ich fand die Seite durch reinen Zufall, denn von dieser A-Bloggerei und die Helden des Web2.0 halte ich nichts. Ich wurde von einer Seite empfangen, welche weiss war, oben eine HD am Anfang, später eine Diskette als Logo hatte und einen Namen, welcher mir wohlbekannt war (Rettungskonsole von Windows 2000/XP). Ich schaute mir das Ganze an, ich gebe zu ich lies Politik erst einmal links liegen, erfreute mich an den Kleinigkeiten, welche Melancholie bei hervorgerufen haben. Die Kleinigkeiten aus meiner Computergeschichte, den 80ern, Anfängen der 90ern, welche auf gute journalistische Art und Weise angesprochen wurden, man merkte, da hat Jemand die Zeiten mitgelebt und nicht erlebt.

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Da bleibt nur ein Wort: Danke. :)

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Und plötzlich klingelt das Telefon

Wenn man öffentlich schreibt und auch mit seinem realen Namen dafür gerade steht, passieren manchmal die seltsamsten Dinge. In der U-Bahn können schon einmal zwei junge Leute vor einen sitzen, wobei der eine den anderen frage: Heute schon F!XMBR gelesen? Da muss man sich dann schon ein Lachen verkneifen. Auf Veranstaltungen wie der MBC oder der Remix ist es immer sehr lustig, andere Blogger kennenzulernen. In der Regel sind alle freundlich zueinander, selbst wenn man schon ordentlich gestritten hat.

Es gibt aber auch negative Begleiterscheinungen: In der Debatte rund um adical, damals als die auf der Bildfläche erschienen, gab es Recherchen bis in mein Berufsleben hinein, mein damaliger Chef sollte am Telefon die Frage beantworten, ob er denn wüsste, wen er da beschäftigen würde. In der Diskussion rund um die Piratenpartei wurde mir und meiner Gesundheit offen am Telefon gedroht - auch eine Erfahrung, die man nicht machen muss.

Heute hatte ich dann mal wieder das Vergnügen, dass mein Telefon klingelte. Eine Berliner Nummer, die ich nicht kannte. Ich nahm also den Hörer ab und musste mir dann anhören, ich würde die Meinungsfreiheit anderer beschneiden, weil ich einen Kommentar auf F!XMBR nicht freigeschaltet hatte. Das hat mir tatsächlich ein SPD-Mitglied zum Vorwurf gemacht. Das ist ja mal sehr interessant. Wir sind immer restriktiv gegen Trolle und Beleidigungen vorgegangen - ich sehe auch keinen Grund, dies zu ändern. Dass nun aber ein SPD-Mitglied hier bereits zweimal angerufen hat und von Beschneidung seiner Rechte redet, ist im Zeitalter von Netzsperren und Zensursula schon von gewisser Ironie.

Wir sind auf F!XMBR zu jedem Streit bereit, das haben unzählige Diskussionen bewiesen. Wenn aber eine Grenze unterschritten wird, dann haben wir dazu schlicht und ergreifend keine Lust. Es steht jedem da draußen frei, seine Meinung auf seiner eigenen Webseite zum Besten zu geben - und man mag es kaum glauben, das haben bereits Leute in Anspruch genommen... ;-)

Nachträglicher Gedanke: So sehr ich ihn manchmal kritisiere, ich will nicht wissen, was Sascha Lobo manchmal durchmachen muss. Das Bild, was von den etablierten Medien manchmal vom Netz gezeichnet wird, ist so verkehrt nicht - man muss für sich selbst nur die positiven Ausnahmen rausfiltern...

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