Kurz angemerkt
Mach bisherigen Erkenntnissen und Recherchen wurde ich nicht von CMK und der Bunten ausgespäht.
Mach bisherigen Erkenntnissen und Recherchen wurde ich nicht von CMK und der Bunten ausgespäht.

Der heutige Journalismus – Realsatire pur
Be Google und der Journalismus öffnet seine ToreAus alter Verbundenheit zu der schönsten Stadt der Welt hatte ich das Abendblatt immer noch in meinen Favoriten und habe die Seite täglich aufgerufen. Doch wenn man diesen Quatsch sieht, es dementsprechend kommentiert, sollte man konsequent sein. Das war es dann mit dem Abendblatt – Qualitätsjournalismus war da sowieso nicht zu sehen, und die Propaganda für Schwarz-Gelb und der Krieg gegen die Schwachen unserer Gesellschaft ist eh nicht auszuhalten. Es gibt eine Alternative, eines der guten Angebote der Öffentlich-Rechtlichen – von daher: In Hamburg sagt man Tschüss…
Im Juli 2009 bot ich dem Freitag, für den ich zeit seines Bestehens geschrieben habe und mit dem ich mich lange politisch identifizieren konnte, den folgenden Beitrag an:
Prognose
Es fällt nicht schwer, die Prognose zu wagen. Sie ist nicht einmal mehr originell: Kritik und vielleicht der Journalismus insgesamt als ein bezahlter Beruf werden aussterben. Blogs beweisen ja, daß es Laien gibt, die nicht schlechter schreiben als professionelle Kritiker, zumal unter den bestallten Journalisten eine Entprofessionalisierung längst eingesetzt hat. Der Mitarbeiter einer Zeitung, einer Rundfunkanstalt, einer Nachrichtenagentur, der die deutsche Grammatik nicht beherrscht und über die stilistischen Fähigkeiten eines Junggymnasiasten verfügt, ist eher die Regel als die Ausnahme.
Den Freitag, den viele Menschen lieben und schätzen gelernt haben, gibt es nicht mehr. Stellt sich die Frage, ob das Nachfolgeprodukt mehr Leser findet, als der Vorgänger. Ich wage das zu bezweifeln. Vielleicht irre ich mich aber auch. Die Journalisten-Resterampe, die sich dort Community nennt, wird das Produkt jedenfalls nicht tragen...

(via)
um es wie Oliver Kahn zu sagen: Wenn Sie Eier in der Hose hätten, würden Sie zurücktreten.
Mit freundlichen Grüßen
Chris
Das Internet ist die bedeutendste Erfindung des zwanzigsten Jahrhunderts: eine friedliche Revolution im Geiste der Dezentralisierung, die größte Stimulation, die der Weltgeist je erfahren hat. Die weltweite Vernetzung des Denkens könnte den ersten Schritt auf dem Weg in eine postnationale Weltordnung markieren. Und doch konnte man hierzulande – nach den Invektiven staatlicher Stellen und mächtiger Lobby-Verbände – letzthin den Eindruck gewinnen, es handele sich um einen Tummelplatz von Räubern, Terroristen und Triebtätern. Nicht nur die Netzgemeinde argwöhnt, dass es bei der rhetorischen Degradierung des Internets zum digitalen Bahnhofsviertel darum ging, den staatlichen Zugriff auf das System zu erleichtern.
Ein solcher Artikel in der FAZ? Ungewöhnlich. Wir stehen mit unserer Demokratie manchen Staaten auf dieser Welt nichts nach. Man kann Dinge direkt angehen - oder im Verborgenen. Letzten Endes läuft es darauf hinaus, dass es Herrschende und Beherrschte gibt. Deutschland hat das perfektioniert. Zum Artikel bleibt nur zu sagen:
Sie bekommen es nicht zurück - nicht in 1000 Jahren...

Screenshot: junge Welt
Mein Zeitungen- und Zeitschriften-Ordner in den Favoriten ist prall gefüllt. Die FAZ findet sich dort genauso, wie die junge Welt. Die junge Welt ist gerade von mir gelöscht worden. Viele Artikel ließen ohnehin jeglichen Versuch einer Objektivität vermissen - auch wenn ich die eine oder andere Meinung der Kollegen durchaus geteilt habe. In den letzten Wochen hat die junge Welt eine Vorschaltseite vor den eigentlichen Inhalt geschaltet. Auf dieser Seite wird um ein Online-Abo gebettelt. Ich war der Meinung, dass diese Seite bald wieder verschwinden würde. Doch so kann man sich täuschen, die Seite blieb und blieb und blieb. Ich habe vor ein paar Tagen dann den Link direkt in den Favoriten hinterlegt /index.php - doch auch das hat nicht geholfen, die Vorschaltseite /vorschaltseite.php wird immer noch angezeigt.
Es wird offensichtlich per Cookie geregelt, jeder Besucher bekommt zwangsweise diese Werbeseite zu sehen. Ich empfinde das als eine Unverschämtheit. Nicht nur, dass die Zahlen für die IVW künstlich erhöht werden, der Besucher der Seite wird mit Werbung zugemüllt, ungewollt, zwangsweise. Nicht mit mir - und so ist die junge Welt gerade aus meinen Favoriten geflogen. Das muss kein Mensch haben...
Mehr Vorstellungskraft und weniger Faulheit fordert der amerikanische Medienexperte Dan Gillmor von Journalisten. Auf guardian.co.uk stellt er 22 neue Regeln für den Journalismus auf, “The new rules of news”. Endlich ein richtiges Manifest, nachdem das Wort hierzulande gerade über einer Liste mit 17 mehr oder weniger umstrittenen Gewissheiten zum Journalismus im Internetzeitalter stand. Hier Gillmors Forderungen in knapper (!) Übersetzung:
Utopien scheinen zur Zeit sehr aktuell zu sein... ;-)
Jede Klage, die Fernsehmacher in diesem Wahlkampf über Politiker führen, können wir gegen sie verwenden. Wir können ihre Texte gegen die der Parteisekretäre tauschen. „Warum stellen wir so eine bekloppte Frage überhaupt?“, sagte Steffen Seibert, der Hellsichtige in Kerners Studio. Gemeint war die Umfrage, wer die Horst-Schlämmer-Partei wählen würde. Warum bloß? Die Frage blieb unbeantwortet.
Und das gleiche könnte man über die PR-Mitarbeiter, ähm, Journalisten der FAZ und der anderen Print-Publikationen schreiben...