Das Internet ist die bedeutendste Erfindung des zwanzigsten Jahrhunderts: eine friedliche Revolution im Geiste der Dezentralisierung, die größte Stimulation, die der Weltgeist je erfahren hat. Die weltweite Vernetzung des Denkens könnte den ersten Schritt auf dem Weg in eine postnationale Weltordnung markieren. Und doch konnte man hierzulande – nach den Invektiven staatlicher Stellen und mächtiger Lobby-Verbände – letzthin den Eindruck gewinnen, es handele sich um einen Tummelplatz von Räubern, Terroristen und Triebtätern. Nicht nur die Netzgemeinde argwöhnt, dass es bei der rhetorischen Degradierung des Internets zum digitalen Bahnhofsviertel darum ging, den staatlichen Zugriff auf das System zu erleichtern.
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Ein solcher Artikel in der FAZ? Ungewöhnlich. Wir stehen mit unserer Demokratie manchen Staaten auf dieser Welt nichts nach. Man kann Dinge direkt angehen - oder im Verborgenen. Letzten Endes läuft es darauf hinaus, dass es Herrschende und Beherrschte gibt. Deutschland hat das perfektioniert. Zum Artikel bleibt nur zu sagen:
Sie bekommen es nicht zurück - nicht in 1000 Jahren...